Yamaha SR 500
Die Yamaha SR 500 war ein Experiment von Yamaha, das auch leicht hätte schief gehen können. Man setzte dabei auf das Konzept eines Motorrades „für Männer, die noch richtig zupacken können“. Das bedeutet, dass dieses 1978 auf den Markt gekommene Motorrad praktisch keine einzige technische Neuerung besaß. Es war quasi ein neuentwickelter Oldtimer für Motorradfahrer, die eine zu hohe Technisierung ablehnten. Auch das Design erinnerte stark an englische Klassiker aus den 60´er Jahren.
Letztendlich wurde dieses Konzept dennoch ein voller Erfolg und kein Wettbewerber hatte Erfolg bei dem Versuch, die Marktposition der SR zu gefährden. Die Yamaha SR 500 wurde von 1978 bis 1999 gebaut, in Japan als SR 400 sogar bis heute. Das SR steht hier für Single Road und der Motor basiert technisch auf der XT 500. Dieser einzylindrige Viertaktmotor bringt bei niedrigen Drehzahlen relativ viel Leistung, weshalb sie den Spitznamen Thumper (Dampfhammer) bekam.
Yamaha hat aus optischen Gründen sogar die vordere Scheibenbremse durch eine Trommelbremse ersetzt und die Gussräder durch klassische Speichenräder ersetzt. Technisch hat Yamaha also einen Rückschritt in Kauf genommen, optisch aber weiter auf Nostalgie gesetzt. Das Konzept ist also bis heute erhalten geblieben und die SR hat sich in Deutschland längst einen Kultstatus erarbeitet.
Zu ihrem 20-jährigen Jubiläum wurde die SR 500 zum letzten Mal offiziell als Neufahrzeug angeboten. Zuletzt sind auch die Verkaufszahlen der jüngeren Modelle stark gesunken, da die Motorleistung auf Grund strengerer Abgas- und Lärmemissionsvorschriften seit 1990 auf 24 PS gedrosselt werden musste. Die Nachfrage nach älteren Modellen ist jedoch, wie bei der XT, gleichzeitig wieder gestiegen, sodass diese Kultmotorräder wohl noch eine Weile auf Deutschlands Straßen zu sehen sein werden.
